Produktionsverluste durch den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan

Viele von uns sind vom Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) direkt betroffen. In jedem Bundesland wird er etwas anders umgesetzt, doch das Ergebnis ist meist ähnlich: Ein erheblicher Teil der bisher genehmigten Wasserentnahmerechte geht verloren. Für Fischzüchter bedeutet das nicht nur eine bürokratische Anpassung, sondern eine existenzielle Bedrohung für unsere Bestände. Unsere Tiere sind auf eine verlässliche Wasserversorgung angewiesen – fehlt das Wasser, sterben Lebewesen, nicht nur abstrakte Produktionskapazitäten.
Der österreichische Aquakultur Dachverband, gemeinsam mit dem Forellenzüchterverband und auch wir der steirische Teichwirte- und Fischzüchterverband setzen uns deshalb intensiv dafür ein, dass für Fischzüchter bessere und praxistaugliche Rahmenbedingungen geschaffen werden als für die E-Wirtschaft. Während Kraftwerke ihre Leistung flexibel anpassen können, sind wir an biologische Zyklen, Tierwohl und artgerechte Haltungsbedingungen gebunden. Gleichzeitig wird von uns eine Erhöhung der Produktion erwartet, um regionale Versorgung, Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum zu sichern. Diese widersprüchlichen Anforderungen können nur mit realistischen, fachlich fundierten Regelungen erfüllt werden.
Wir arbeiten daran, gegenüber Behörden und Politik deutlich zu machen, dass nachhaltige Fischzucht nur mit planbarer Wasserverfügbarkeit möglich ist. Dazu gehören transparente Kriterien für Entnahmemengen, Übergangsfristen, die Investitionen ermöglichen, und flexible Lösungen in Trockenperioden. Unser Ziel ist ein Gewässermanagement, das sowohl ökologische Ziele als auch die Bedürfnisse der Fischzucht berücksichtigt – damit regionale Lebensmittelproduktion und lebendige ländliche Räume langfristig erhalten bleiben.
Nur gemeinsam können wir die Auswirkungen auf die heimische Fischzucht sichtbar machen.
Betroffen von den wasserrechtlichen Anpassungen? Jetzt online teilnehmen und die Interessen der heimischen Fischzucht stärken!
Online Fragebogen
Wasserrechtliche Anpassungen im Rahmen der EU Wasserrahmenrechtlinie und Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan Österreich
Ihre Angaben werden anonym ausgewertet und bilden eine wichtige Grundlage für unsere Gespräche mit Behörden und Politik. Jede Teilnahme hilft, die tatsächlichen Auswirkungen auf die heimische Fischzucht zu dokumentieren. Die Datenerhebung läuft noch bis 31.12.2026
Der Fragebogen zum Herunterladen und Ausfüllen, freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom österreichischen Verband der Forellenzüchter.
Das ausgefüllte Formular bitte per Post oder per Mail an teichwirteverband@lk-stmk.at oder den österreichischen Forellenzüchterverband info@forellenzuchtverband.at senden.
