Fischerschöpfungstag 28.1.2026

Fotocredit: Land Steiermark/Robert Binder; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Fischerschöpfungstag 2026 – warum Fischerei Teil der Lösung ist 🐟
Ab 28. Jänner ist heimischer Fisch in Österreich rein rechnerisch aufgebraucht (Fischerschöpfungstag, berechnet und veröffentlicht vom Aquaculture Stewardship Council (ASC)).
Ab diesem Zeitpunkt übersteigt der Konsum die heimische Produktion.
Genau darauf haben wir beim Fischerschöpfungstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Graz hingewiesen – im Dialog mit Politik und Medien, gemeinsam mit Simone Schmiedtbauer, Landesrätin für Landwirtschaft, und Eva Käferböck, Obfrau des österreichischen Indoor-Aquakultur-Vereins.
Simone Schmiedtbauer brachte es dabei klar auf den Punkt:
"Wir müssen die heimische Fischproduktion stärken, praxistaugliche Rahmenbedingungen schaffen und mit einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung dafür sorgen, dass heimische Fischproduzentinnen und -produzenten gezielt unterstützt werden."
Eva Käferböck ergänzte den Blick aus der Praxis der modernen Aquakultur und machte deutlich, dass Innovation, Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend sind, damit Indoor-Aquakultur und Teichwirtschaft gemeinsam zur Versorgungssicherheit beitragen können.
Zentral war dabei, den Systemzusammenhang der Fischerei sichtbar zu machen:
Wasserbewirtschaftung, regionale Lebensmittelproduktion und der Erhalt bestehender Betriebe gehören untrennbar zusammen.
Bewirtschaftete Teiche und Gewässer speichern Wasser, halten es im System und wirken ausgleichend auf Klimaextreme.
Damit diese Leistungen auch künftig erbracht werden können, braucht es wirksames Prädatorenmanagement, ein Wasserrecht, das Bewirtschaftung ermöglicht, und klare politische Entscheidungen zum Erhalt der bestehenden Betriebe.
Dass Medien das Thema aufgegriffen und vertieft nachgefragt haben, zeigt:
Fischerei ist kein Randthema, sondern Teil der Lösung für zentrale Zukunftsfragen.
Ein System – viele Leistungen.
Für unsere steirische Fischkultur.
